Forstarbeiten im August

Der August ist vor allem der Zeitraum um die Forstarbeiten in Herbst und Winter vorauszuplanen sowie des Forstschutzmonitorings.

Stand der August früher im Zeichen der beginnenden Herbstpflanzungen, so sind diese durch den Klimawandel erst mit Ende September anzusetzen. In den vornehmlich heißen Augustwochen ist die Gefahr groß das die Jungpflanzen bereits kurz nach der Pflanzung verdörren.  Das gilt auch für Pflanzungen unter Schirm, selbst bei Naturverjüngungen sterben die meisten Keimlinge nicht durch Pilze oder Insekten, sondern am Hitzetod. Sind aber Aufforstungen geplant, so sollte spätestens mit Anfang August die Bestellung bei den Forstgärten aufgegeben werden, damit diese ausreichend Pflanzmaterial zur Verfügung stellen können. Auch über die Einschlagsplanung sollte man sich erste Gedanken machen. Wie in den Vorjahren gilt auch hier beim Nadelholz, das Nutzungen nur durchgeführt werden sollen, wenn diese aus Forstschutzgründen notwendig sind. Ansonsten sollte auf die Nutzung von Nadelholz verzichtet werden, da die Holzmarktsituation immer noch sehr angespannt ist. Laubholz, insbesondere Eiche, aber auch Buche und Edellaubhölzer lassen sich dagegen problemlos vermarkten. Selbst die Esche kann mittlerweile wieder vermarktet werden, wenn auch zu eher niedrigen Preisen. Da der Landwirt naturgemäß im August mit der Arbeit auf den Feldern beschäftigt ist, sollte sich die praktische Waldarbeit auf gelegentliche Kontrollen hinsichtlich des Forstschutzes beschränken. Im August entwickelt sich die zweite Borkenkäfergeneration, weshalb auch weiterhin wöchentlich in gefährdeten Beständen nach befallenen Bäumen Ausschau gehalten werden muss. Im Spätsommer kann auch nochmal der Rüsselkäfer gefährlich werden, daher sind Kulturen auf einen Befall zu prüfen. Kiefern- und Eichenbestände sind ebenfalls darauf zu prüfen, wie sie den Sommer überstanden haben. Eichen reagieren bei zu großer Trockenheit mit verfrühtem Blattabwurf, was zwar zu Zuwachsverlusten führt aber zu keinem Absterben der Eichen. Kiefern behalten ihre Nadeln, die sich meist rotbraun verfärben. Stark geschwächte Kiefern können Angriffspunkte für eine Reihe von Insekten (Kiefernborkenkäfer und Kiefernprachtkäfer) sein. Eine sofortige Schlägerung wie bei Fichten ist nicht nötig, handelt es sich aber um Reinbestände so sollten die am stärksten geschädigten Kiefern aus dem Bestand ausscheiden.

Ein wenig Planung ist auch beim Waldmanagement notwendig. Foto: Nik svoboden.