Schlagordnung

Beispiel für eine Schlagordnung. Grafik: Der Forstwirt/Ulmer Verlag

Die Schlagordnung gibt an, in welche Richtung die Stämme geschlagen werden sollen. Das ist deshalb von Bedeutung, damit die Vorrückung bzw. Rückung möglichst effizient durchgeführt werden kann. Ohne Schlagordnung kommt es dazu, dass die gefällten Stämme wild über den gesamten Bestand verteilt liegen, was eine pflegliche Rückung nahezu unmöglich macht. Durch die Schlagordnung soll die Rückung leicht gemacht werden, und gleichzeitig sollen Schäden am Bestand und Waldboden vermieden werden. Abhängig ist die Schlagordnung von der Feinerschließung, den aufzuarbeitenden Sortimenten und der Hangneigung.

Flaches Gelände

Die Fällrichtung wird durch die vorhandene Feinerschließung, also die nächsten Rückewege und Rückegassen bestimmt. Daher wird fischgrätenartig zur Rückegasse gefällt. Direkt neben der Rückegasse solle der Winkel zwischen Rückegasse und Stamm möglichst klein sein, so dass der Stamm durch das Zugfahrzeug möglichst in einer geraden Linie in die Rückegasse gezogen wird. Mit zunehmender Entfernung darf der Winkel zwischen Stamm und Rückegasse zunehmen.

Am Hang

Aufgrund ihres hohen Gewichts fallen Bäume wuchtig beim Fällen auf den Waldboden. Dieser Effekt wird in steilen Hanglagen noch verstärkt, weshalb in solchen Beständen – sofern es der Kronenschwerpunkt des Baumes zulässt – schräg hangaufwärts gefällt wird. Ebenso wie im flachen Gelände werden die Stämme fischgrätenartig angeordnet.