Fällschnitte

Schnitte mit schiebender Kette (Schwertoberseite) sind anstrengender, die Motorsäge muss dabei fest am Oberschenkel abgestützt werden und in das Holz gedrückt werden. Foto: SVB
Beim Schneiden mit ziehender Kette, also der Unterseite, wird kraftsparender gearbeitet und damit mit mehr Sicherheit. Die Motorsäge liegt mit dem Gewicht auf dem Holz auf. Bei stärkeren Dimensionen ist der Krallenanschlag zu nutzen. Foto: SVB

 

Je nach Durchmesser und Schwertlänge kann der Fällschnitt auf verschiedene Art und Weise durchgeführt werden.

Fällschnitt ohne Anstechen: Die erste Hälfte des Fallkerbs wird mit ziehender Kette geschnitten. Die restliche Hälfte mit schiebendener Kette. Dabei sind die Keile zu setzten, bevor mit der zweiten Hälfte begonnen wird.

 

 

Fällschnitt mit Anstechen: Direkt hinter der Bruchleiste wird mit dem Fällschnitt begonnen. Geschnitten wird mit der ziehenden Kette, die Spitze liegt dabei immer im Zentrum.

 

Herzstich: Bei sehr großen Durchmessern wird der Herzstich angewandt, und zwar, wenn der Durchmesser die doppelte Schwertlänge überschreitet. Dabei wird die Bruchleiste in der Mitte durchtrennt, so dass die gesamte Schwertlänge genutzt werden kann. Angesetzt wird der Herzstich in der Höhe des Fällschnitts. Bevor der Herzstich erstmals angewendet wird, sollte er an schwächeren Bäumen geprobt werden. Wird die Bruchleiste zu stark angeschnitten, kann das Resultat ein zu frühes und unkontrolliertes Fallen des Baumes sein!