Aufbau von Nasslager

Der Aufbau von Nasslagern lohnt sich nur für größere Holzmengen und qualitativ gute Stämme.

Lagerplatz: Im Idealfall sind die Flächen im Besitz des Lagerbetreibers und verfügen über eine gute Verkehrsanbindung mit entsprechend tragfähigen Zufahrtswegen. Ein Rundumverkehr ermöglicht zügiges Be- und Entladen. Die Platzgröße sollte aus wirtschaftlichen Gründen 1 ha nicht unterschreiten. Dies entspricht einer Lagerkapazität von 25.000 bis 30.000 Festmetern. Der Lagerplatz muss an das Stromnetz angeschlossen sein.

Rechtliche Aspekte: Es sind die wasserrechtlichen und sonstigen Vorschriften (Naturschutzgesetz) zu beachten und bei den Behörden (Bezirkshauptmannschaft) die nötigen Bewilligungen einzuholen. Um sich rechtlich absichern zu können, sind Betretungsverbote, Gefahrenhinweise und Hinweistafeln für Dritte nötig. Schranken auf den Zufahrtswegen verhindern einen möglichen Holzdiebstahl.

Auswahl und Lagerdauer: Aufgrund der Kosten kommen nur A/B-Qualitäten oder Furnierholz in Frage. Das Holz darf maximal 2 Wochen nach der Aufarbeitung im Wald verbleiben. Nadelholz kann vier bis fünf Jahre eingelagert werden, Laubholz sollte nicht länger als ein Jahr nass gelagert werden. Ab dem dritten Jahr der Lagerung ist mit einer Holzentwertung durch Pilzbefall zu rechnen.

Polterung: Eine sorgfältige Polterung ist unbedingt notwendig und sollte mittels Kran durchgeführt werden, da die Polterhöhe zwischen vier und fünf Metern liegt. Ein Polterplan hilft dabei, den Überblick zu bewahren.

Wassermanagement: Sobald die ersten Stämme am Lagerplatz sind, beginnt die Beregnung und wird bis zur Räumung des Lagerplatzes fortgesetzt. Nötig sind für eine sichere Beregnung eine Beregnungsmenge von 1 Liter pro Sekunde und 1000 Festmeter. Fallen die Außentemperaturen auf nur wenige Grad über Null, ist die Beregnung nicht mehr nötig, sobald sich ein dichter Eispanzer über das Holz gebildet hat. Fängt dieser an zu schmelzen, muss wieder beregnet werden.

Kosten: Die Kosten sind sehr hoch, selbst bei großen Holzmengen ergeben sich Gesamtlagerungskosten in der Höhe von etwa 15 Euro pro Festmeter. Daher kommen aus wirtschaftlichen Gründen nur beste Qualitäten für die Nasslagerung in Frage.

Die wasserrechtlichen Bestimmungen sind beim Aufbau eines Nasslagers zu beachten.