Bestandesstadien

Buchenstangenholz mit einigen Überhältern, diese dienen meist als Samenbäume.

Von der Bestandsbegründung bis zur Endnutzung durchlebt ein Bestand verschiedene Stadien. Gekennzeichnet ist die Stadienentwicklung dadurch, dass die Höhen und Durchmesser der Bäume zunehmen (und damit der Holzvorrat) und gleichzeitig die Stammzahl stark abnimmt.

Kultur: Waldfläche unmittelbar nach Aufforstung. Sehr stammzahlreiches Bestandsstadium mit bis zu 2.500 Bäumchen (Nadelholz) bzw. bis zu 10.000 bei Laubholz pro Hektar.

Dickung: Alle Bestände, die Baumhöhen unter 2 m vorweisen. Sehr stammzahlreiches Bestandsstadium, in dem hoher Konkurrenzdruck herrscht.

Stangenholz: Bäume höher als 2 m und Durchmesser bis zu etwa 20 cm. In diesem Bestandsstadium herrscht immer noch hoher Konkurrenzdruck, es fallen jedoch schon viele Bäume aus. Es sind jetzt erste Eingriffe (Mischungsregulierung, Durchforstung) durchzuführen, um die Bestandsziele zu erreichen.

Baumholz: Bäume mit Durchmessern bis 35 cm. Der Konkurrenzdruck ist in diesem Bestandsstadium geringer.

Starkholz: Bäume mit Durchmesser ab 50 cm. Durch die geringe Stammzahl kann mit leichten Eingriffen (Schlägerung von 20 – 30 % der Stammzahl) die Verjüngung gefördert werden.

Durch die Einzelstammentnahme sind im Plenterwald verschiedene Bestandesstadien auf kleiner Fläche nebeneinander zu finden.
Zum Unterschied vom Plenterwald sind im Altersklassenwald die verschiedenen Bestandesstadien scharf voneinander abgegrenzt.