Containerpflanzen

MIt Containerpflanzen verringert sich der Pflanzausfall durch falsche Pflanzung maßgeblich. Foto: Alexander Haiden/BMNT

Aufforstungen sind immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Neben der heiklen Phase des Transports und der Lagerung am Pflanzort gibt es noch eine Reihe von anderen Fehlern, die zu einem Ausfall der frisch gesetzten Bäume führen können. Bei Containerpflanzen gibt es keinen Pflanzschock – und somit einen wesentlich besseren Anwuchserfolg.

Im Gegensatz zu wurzelnackten Pflanzen werden bei der Containerpflanzung die jungen Bäume in einem speziellen Blumentopf verschult. Zudem wird auf schwierigen Böden, die nur über schwach entwickelte Bodenhorizonte verfügen, dem Baum eine Starthilfe mitgegeben. Bei richtiger Anwendung zeigen Containerpflanzen einen besseren Anwuchserfolg, das Ausfallsrisiko ist geringer als bei wurzelnackten Pflanzen. Besonders bei kleinflächigen Aufforstungen mit geringen Stammzahlen, wie sie häufig im Bauernwald vorkommen, ist es wichtig, den Ausfall gering zu halten. Containerpflanzen eigenen sich somit auch zur Ergänzung von Naturverjüngungen oder Saaten, in denen eine oder mehrere Zielbaumarten fehlen. Die Konkurrenzvegetation entscheidet darüber, ob eher kleinere oder größere Pflanzen gesetzt werden.

Im Vergleich zur Aufforstung mit wurzelnackten Pflanzen ist der mögliche Pflanzungszeitraum wesentlich länger. Sofern keine starken Bodenfröste vorhanden sind, kann vom Ende des Spätsommers bis zum Frühling gepflanzt werden. Falls die Triebe durch das laufende Wachstum sehr weich sind, sollte aber die Pflanzung verschoben werden. Pausen im Sprosswachstum, in denen sich der Trieb festigt, sollten bevorzugt genutzt werden. In dieser Zeit ist das Wurzelwachstum besonders intensiv, was den Anwuchs verbessert.

Ein weiterer Vorteil der Containerpflanzen liegt darin, dass eventuelle Pflanzfehler ausgeschlossen werden, da das Pflanzverfahren leicht erlernbar ist. Auch ist bei Containerpflanzen kein Wurzelschnitt notwendig – eine der häufigsten Ursachen für den Ausfall von Pflanzmaterial. Für die Containerpflanzung gibt es eigene Pflanzgeräte. Sie eigenen sich auf allen Böden, die nicht zu steinig sind. Die Pflanzen werden durch das Pflanzrohr, das Teil des Containerpflanzgeräts ist, in den Boden gebracht. Diese Pflanzmethode ist sehr ergonomisch, da nur aufrecht gearbeitet wird. Bis zu 150 Pflanzen können so pro Stunde gesetzt werden.