Laubbäume

Laubbäume
Von Natur aus wäre Europa von Laubbäumen dominiert.

 

Durch den menschlichen Einfluss ist der Laubbaumanteil in Mitteleuropa stark gesunken, er liegt bei unter 30 %. Dabei wäre der europäische Kontinent eigentlich dominiert von Laubbäumen. Vor allem die Buche ist die wichtigste Baumart und würde riesige Waldflächen bilden. In Gebieten wo es der Buche zu trocken ist kommen verschiedene Eichenarten zur Dominanz, in Norddeutschland und in Teilen Österreichs und der Schweiz die Stiel- und Traubeneiche, weiter östlich und südlich die Flaumeiche.

Laubwälder sind bei vielen Forstbetrieben deshalb weniger beliebt, da sie langsamer wachsen als die Konfieren wie Fichte, Douglasie oder Tanne. Das liegt aber unter anderem daran, das Buche, Eiche und Esche und auch die meisten anderen Laubbaumarten wesentlich dichteres Holz ausbilden, das über ein höheres Gewicht verfügt als Nadelholz. Da Holz aber nicht nach Gewicht, sondern als Raummaß (Festmeter) verkauft wird, führt dies unter anderem dazu das Nadelbäume bei der Bestandesbegründung bevorzugt werden.

Durch den Klimawandel werden Laubbäume aber wieder mehr an Bedeutung gewinnen, denn es wird notwendig sein standortsfremde Nadelholzmonokulturen in natürliche Mischwälder umzubauen, und die meisten heimischen Waldgesellschaften sind dominiert von Laubbäumen. Aber auch im Gebirge werden Buche, Bergahorn und Esche an Areal gewinnen, da die Vegetationsperioden länger werden und die Wachstumsbedingungen sich verbessern.