Schirmschlag

Schirmschlag mit erfolgreicher Verjüngung.

Der Schirmschlag ist vor allem die Methode der Buchenverjüngung, kann aber auch bei einer Reihe von anderen Baumarten erfolgreich angewandt werden. Dabei werden auf der ganzen Fläche gleichmäßig Stämme entnommen (geschlägert). So wird das Kronendach aufgelockert und dadurch die Naturverjüngung gefördert. Der Schirmschlag ist aber kein einmaliges Vorgehen, sondern besteht aus mehreren aufeinanderfolgenden Hieben.

Der Vorbereitungshieb dient dazu, dass Samen gebildet werden. Dabei sollen vor allem vorherrschende Bäume mit guter Qualität gefördert werden, indem benachbarte Konkurrenten entfernt werden. Etwa 15 % der Stammzahl wird geschlägert.

Nach dem Samenfall erfolgt der Besamungshieb, wobei vor allem breitkronige Bäume gefällt werden, die bei einem Einschlag größere Schäden bei der Verjüngung verursachen würden. 30 – 40 % der Stammzahl wird geschlägert.

Frühestens im zweiten Winter nach der Ansamung wird der Lichtungshieb durchgeführt.

Beim Räumungshieb schließlich werden die letzten Bäume des Altbestandes entnommen.

Im Zuge des Waldumbaus sollte der Schirmschlag nur in Fichtenbeständen, die auf Buchenstandorten stocken, angewandt werden, und vor allem dann, wenn eine ausreichende Zahl an Samenbäumen der Buche im Bestand vorhanden sind. Beim Vorbereitungshieb und beim Besamungshieb werden vordringlich Fichten aus dem Bestand geschlagen, um die Buchen bei der Samenbildung zu fördern und insgesamt den Fichtenanteil zu senken. In Fichtenreinbeständen kann der Schirmschlag ebenfalls angewandt werden, allerdings wird es hierbei notwendig sein, die Buchenverjüngung durch Saat künstlich zu unterstützen.

Veränderung der Bestockung und der Stammzahl beim Schirmschlagverfahren.