Feinerschliessung

Bei der optimalen Feinerschliessung fügt sich die Rückegasse nachhaltig in das Waldgefüge ein. Foto: SVB

Durch die Feinerschließung soll das Zugfahrzeug wie Forsttraktor mit Krananhänger oder Forwarder möglichst nahe zum Holz gebracht werden. Mittels der Feinerschließung soll auch der Aufwand für die Vorrückung, also der Weg vom Schlägerungsort bis zum Forsttraktor verringert werden.

Bei der Feinerschließung unterscheidet man zwischen

Rückegassen

Rückewegen

Seilzuggassen

Seiltrassen

Im Gegensatz zur Forststraße verläuft die Feinerschließung gerade, es gibt auf Rückegassen oder Seilzuggassen keine Kurven, da diese für das Rückefahrzeug mit angehängter Last nur schwer passierbar wären.

Folgende Punkte sollen bei einer optimalen Rückung erfüllt werden:

  • Beim Rücken des Holzes darf der Maschinenführer nicht übermäßig belastet werden, und die Rückewege sind so anzulegen, dass keine gefährlichen Situationen während der Rückung auftreten.
  • Durch das Rücken des Holzes dürfen keine Erosionsschäden auftreten.
  • Das Rücken des Holzes soll jederzeit erfolgen können (ausgenommen extreme Witterungsverhältnisse wie Starkregen).
  • Das gewählte Rückesystem muss auf die abzugebenden Holzlängen Rücksicht nehmen.
  • Die Rückekosten sollen gering gehalten werden, aber im Zusammenhang mit den Investitionskosten für die forstliche Infrastruktur gesehen werden.
Feinerschliessung und Topographie. Grafik: Der Forstwirt/Ulmer Verlag