Forwarder

Die Kombination aus Harvester und Forwarder ist die produktivste Methode der Holzernte.

Bei Forwardern handelt es sich um äußerst geländegängige Forstmaschinen, deren Aufgabe der Holztransport ist. Entwickelt wurden Forwarder in Skandinavien. In den skandinavischen Wäldern ist aufgrund der Größe der Waldflächen die Erschließung wesentlich geringer als in Mitteleuropa, gleichzeitig ist die Landschaft flach und daher leicht befahrbar. Um den Transport vom Schlägerungsort zur nächsten LKW-befahrbaren Straße zu übernehmen, wurden die Forwarder entwickelt.

Das wichtigste Element des Forwarders ist das Triebfahrzeug, in dem sich Motorblock und Fahrercockpit befinden. An das Triebfahrzeug fix montiert sind ein Rungenkorb, in dem das Holz transportiert wird, und ein Kran, der zum An- und Aufladen genutzt wird. Der Kran wird vom Cockpit aus gesteuert. In seiner Funktion ähnelt der Forwarder dem Forsttraktor mit angehängtem Krananhänger, allerdings sind sowohl Leistung als auch die Verarbeitung und Robustheit beim Forwarder wesentlich höher.

Die besten Resultate erreicht ein Forwarder in Kombination mit einem Harvester. Man spricht dann von der vollmechanisierten Holzernte. Eine Holzerntekette mit einem Forwarder kann auch mit Motorsäge und Seilwinde kombiniert werden, allerdings ist diese Erntekette wesentlich weniger produktiv als die Harvester/Forwarder-Variante. Die Stärke des Harvesters liegt unter anderem darin, dass er die Stämme für den Forwarder bereits sortimentsgerecht lagert und der Forwader diese nur noch aufzuladen braucht. Mit der Seilwinde lässt sich dies nicht so ideal bewerkstelligen.

Der Einsatzbereich im Steilgelände wird für Forwarder bei 35 % angegeben, ebenso wie beim Harvester. Nur in Ausnahmefällen sollte der Forwarder sich aber über so steile Geländeverhältnisse bewegen. Der Forwarder kommt mit Ladung und Eigengewicht auf weit über 20 Tonnen, wodurch nicht nur die Gefahr des Umkippens steigt, sondern auch die Belastung des Bodens.

Neueste Entwicklungen für den Steilhang sind Traktionsseilwinden. Dabei wird der Forwarder an eine Seilwinde angehängt, und mit deren Hilfe bewegt er sich in Fallrichtung des Hanges. Im Vergleich zum Seilkran ist diese Rückemethode zwar effektiver, da die aufwendigen Installationsarbeiten des Seilkrans wegfallen, dafür ist die Bodenbelastung aber enorm. Daher ist von dieser Rückemethode abzuraten.

Maschinenelemente des Forwarders. Grafik: Der Forstwirt/Ulmer Verlag