Waldbau

Das Ziel des Waldbaus ist ein stabiler und produktiver Wald.

Der Waldbau beschäftigt sich mit der Aufzucht, der Pflege, der Verjüngung und der Ernte des Waldes. Der Waldbau ist das Gegenstück zum Ackerbau in der Landwirtschaft. Wie der Bauer muss der Waldbesitzer sich entscheiden, mit welchen Pflanzen er wirtschaften möchte, wie er diese pflegen und ernten will. Im Gegensatz zum Bauern, der diese Entscheidung jedes Jahr aufs Neue trifft und daher viel flexibler ist bei seiner Entscheidung, sollten waldbauliche Entscheidungen gut überlegt sein, denn zwischen Aufforstung und Ernte eines Waldes liegen viele Jahre. Natürlich sind falsch getroffene Entscheidungen umkehrbar, aber das kostet Zeit, Geld und Arbeit. Eine der wichtigsten Entscheidungen im Waldbau ist die Baumartenwahl: Lange Zeit haben es sich in Mitteleuropa viele Waldbesitzer sehr einfach gemacht bei dieser äußerst zentralen Frage und einfach auf die Fichte, den Brotbaum der Forstwirtschaft, gesetzt. Rein aus wirtschaftlicher Sicht macht es Sinn, die Fichte ist genügsam, wächst auf vielen Standorten und produziert mehr Holz als die meisten anderen heimischen Baumarten. Sie ist aber auch wesentlich anfälliger gegenüber Schädlingen. Die riesigen Probleme die es aktuell mit Borkenkäfern gibt, sind zum Teil hausgemacht. Dabei gibt es in Mitteleuropa eine breite Palette an Baumarten, man hat als Waldbesitzer fast die Qual der Wahl. Eine Hilfestellung welche Bäume gepflanzt werden sollen geben die natürlichen Waldgesellschaften.