Ziele im Waldbau

Das wichtigste waldbauliche Ziel ist ein stabiler und ertragreicher Bestand. Foto: Guenter Albers/shutterstock

Es gibt eine Reihe von Zielen, abhängig vom Bestandszustand und den Wünschen des Waldbesitzers, die man durch die Auszeige und eine nachfolgende Durchforstung umsetzen kann.

Förderung der Verjüngung: Kommt vor allem in älteren Beständen (ab 80 Jahren) zum Einsatz, durch die Schlägerung soll die Naturverjüngung eingeleitet werden bzw. die bestehende Verjüngung gefördert werden. Ein zu starker Eingriff (Kahlschlag) führt jedoch zur Förderung von Konkurrenzvegetation wie Sträuchern und Gräsern.

Förderung von Mischbaumarten: Vor allem in standortsfremden Fichtenbeständen sollen in den Bestand eingesprengte Mischbaumarten gefördert werden, um den Bodenzustand sowie die Bestandsstabilität zu verbessern. Am geeignetsten sind hierfür Bäume mit einer leicht zu zersetzenden Blattstreu wie Birke, Eberesche, Pappel oder Salweide.

Lichtungszuwachs: Durch die Schlägerung von Bäumen verfügen die verbleibenden Bäume über einen besseren Zugang zu Wasser, Nährstoffen und Licht, was sich in einem verstärkten Wachstum widerspiegelt. Diesen Effekt nennt man Lichtungszuwachs. Sichtbar ist dieser auch an den Jahrringen.

Verbesserung der Bestandsstabilität: Um die Bestandsstabilität zu verbessern, muss die Stabilität des Einzelbaums vergrößert werden. Ein wichtiges Merkmal ist hierfür die Kronenlänge. Eine gesunde Krone kann ein Baum nur entwickeln, wenn er über ausreichend viel Wuchsraum verfügt. Um die Bestandsstabilität zu verbessern, ist es daher notwendig, schon früh (ab einem Alter von 20 Jahren) zu durchforsten und Konkurrenzbäume zu entfernen.