Lärchen-Arven-Wälder

Die obere Waldgrenze. Foto: Beat Forster/bugwood.org

Gemeinsam mit der Fichte bilden die Lärchen-Arven-Wälder die obere Waldgrenze.  Die meisten privaten Waldbesitzer werden kaum mit dieser Waldgesellschaft zu tun haben, da sie hauptsächlich in einer Seehöhe über 1.500 m vorkommt und somit eine Pflanzengesellschaft des Hochgebirges ist. Die Grundlage für ein Wachstum in solchen Höhen ist eine ausgeprägte Frosthärte, in den Wintermonaten kann es zu Temperaturen bis zu 30 Grad unter Null kommen. Die Lärche passt sich an diese Kälte unter anderem darin an, indem sie ihre Nadeln abwirft, was einzigartig unter den heimischen Nadelgewächsen ist. Neben den starken Winterfrösten müssen beide Baumarten auch noch mit der kurzen Vegetationsperiode zurecht kommen. Beide Baumarten keimen auf Rohböden, wobei die Lärche meist den Pioniercharakter übernimmt und zuerst neue Standorte besiedelt, die schattertragende Arve folgt nach. Bezüglich den Nährstoffverhältnissen sind beide Arten sehr tolerant, die Lärche braucht aber eine gleichmäßige Wasserversorgung für ihr Wachstum, während die Zirbe auch bei trockenen Bodenverhältnissen wachsen kann.  Im Zuge des Klimawandels wird diese Waldgesellschaft weiter nach oben wandern, sie wird aber auch in den unteren subalpinen Berichen Areal an die Fichte verlieren.

Baumartenspektrum: Lärche, Arve, Fichte, Eberesche

Das Baumartenspektrum ist aufgrund der extremen Wachstumsbedingungen sehr begrenzt, lediglich die Fichte und die Eberesche – und diese oft nur in Strauchform – sind in der Lage derart hoch zu wachsen.