Seilzuggassen

Auf Seilzuggassen wird das Holz per Seilwinde vorgerückt.

Diese werden in Kombination mit Rückegassen und Rückewegen angelegt. Auf den Seilzuggassen wird das geschlägerte Holz mittels Seilwinde zum Forsttraktor gezogen. Da lediglich das Holz und keine Maschinen sich entlang der Seilzugtrasse bewegen, ist keine Bearbeitung des Erdreichs notwendig. Seilzugtrassen werden auch wesentlich schmäler angelegt. Abhängig von der Dimension des gerückten Holzes sollte die Breite einer Seilzuggasse zwischen 1 und 1,5 m liegen. Vor allem in älteren Beständen, in denen die Baumabstände bei mehreren Metern liegen, ist es nicht erforderlich, Bäume zu fällen. Entlang der Seilzugtrasse sollten sich aber keine Hindernisse befinden. Hindernisse wie Felsblöcke beschädigen nicht nur das frisch geerntete Holz – vor allem bei Laubwertholz kann das zu einem immensen Wertverlust führen – sondern es besteht auch die Gefahr, dass sich die gezogenen Stämme ungünstig verkeilen oder ausschlagen. In stärker geneigtem Gelände soll die Seilzugtrasse in der Fallline verlaufen.