Optimale Holzausformung

Durch eine optimale Holzausformung kann in manchen Fällen noch ein besserer Holzpreis erreicht werden.

Durch die Holzausformung wird der Stamm in verkaufsfähige und marktgerechte Bloche geschnitten. Bevor ausgeformt wird, sollte man sich die Ausformung gut überlegen, da ein falsch gesetzter Trennschnitt den Wert eines Bloches stark senken kann. Die entscheidenden Kriterien für die Ausformung sind:

  • Welche Sortimente erwartet der Käufer?
  • Wie hoch ist der Preis dafür?
  • Welche Sortimente sollen ausgeformt werden, um einen möglichst hohen Preis zu erzielen?
  • Welche Längen mit wieviel Übermaß werden gewünscht?

In der Praxis werden häufig vor allem 4-m-Bloche ausgeformt, dabei wird jedoch das Potential längerer Bloche als auch von Langholz übersehen. Abnehmer von Langholz sind etwa Zimmereien und Sägewerke, die über eine eigene Ausformungsanlage verfügen. Wird Langholz ausgeformt, so ist auch zu berücksichtigen, ob die Rückung möglich ist, da mit einem 16 m langen Bloch die Bringung schwieriger ist als mit kürzeren Sortimenten. Vollholzige Stämme sollen generell zu Langholz ausgeformt werden, da somit weniger Arbeit (weniger Trennschnitte sowie weniger Rückearbeit) und auch weniger C-Qualität anfällt. Abholzige Stämme hingegen sollen zu Blochen ausgeformt werden. Die einzelnen Stammabschnitte sollen mit möglichst gleichmäßiger Qualität ausgeformt werden. Auch rotfaules Holz kann als Sägerundholz verwendet werden, solange es nagelfest ist. Krumme Stämme sollen gerade Bloche liefern. Gerade beim Laubholz sind häufig einzelne Stammabschnitte oder der gesamte Stamm gekrümmt. Der Stamm soll so ausgeformt werden, dass die stark gekrümmten Teile möglichst kurz und die geraden Stammteile möglichst lang ausgeformt werden können. Ist die Krümmung zu stark, ist das Stück mit der stärksten Krümmung herauszuschneiden.

Als bäuerlicher Waldbesitzer sollte man die Möglichkeit einer gemeinsamen Vermarktung durch einen Waldbesitzerverband oder eine Waldwirtschaftsgemeinschaft in Betracht ziehen. Die Ausformung ist nur dann erfolgreich, wenn man für die Spezialsortimente auch einen Abnehmer findet. Die meisten Holzverarbeiter sind an einer Abnahme ab einer gewissen Holzmenge interessiert, damit sich Transport und Verwaltung auch lohnt. Vermarktet man sein Holz im Zuge eines Waldverbandes, so steigen die Chancen, dass auch für alle Sortimente Abnehmer gefunden werden können und die besten Preise erzielt werden.

Beispiele für die optimale Holzausformung. Quelle: FHP