Sicher fällen mit dem mechanischem Fällkeil

Forstarbeiter mit Fällkeil

Mehr Totholz und häufigere Wipfelbrüche lassen die Fällarbeiten gefährlicher werden. Besonders beim Keilen ist die Gefahr groß das Totäste auf den Motorsägenführer hinabfallen. Mehr Sicherheit schafft hier der Fällkeil TR 300 mit Fernbedienung.

Beim herkömmlichen Keilen mit Axt oder Spalthammer muss sich der Fällende ständig auf die Keilarbeit konzentrieren. Um nicht daneben zu schlagen, ist der Blick die meiste Zeit auf den Keil gerichtet. Es bleibt nur wenig Zeit, um die Krone zu beobachten. Brechen Kronenteile ab, wird dies allzu oft gar nicht oder zu spät wahrgenommen. Dies führt oft zu schweren Verletzungen bei den ausführenden Personen. Durch den Einsatz des mechanischen Fällkeiles wird das Fällen von Bäumen ergonomischer und sicherer. Das Eindrehen der Spindel ist im Vergleich zum üblichen Einschlagen der Keile leicht, fast geräuschlos und erschütterungsfrei. Ein Brechen von Kronenteilen ist sehr gut zu hören. Zudem kann der mit der Fällung Beschäftigte ständig den Kronenraum beobachten und bei Gefahr sofort richtig reagieren und flüchten.Der mechanische Fällkeil ist ein Werkzeug für den professionellen Einsatz. Deshalb ist es ratsam, den Umgang mit ihm im Rahmen einer Schulung durch qualifizierte Fachkräfte zu erlernen und einzuüben. Nur so können Fehler und Unfälle, die durch Unwissenheit oder durch mangelnde Erfahrung entstehen, weitestgehend vermieden werden.

Fällkeil TR 300
Der Fällkeil TR 300 im Einsatz. Foto: Hersteller.

Alternative zur herkömmlichen Keiltechnik

Mechanische Fällkeile können die Arbeit erleichtern und sicherer machen. Sie sind eine Alternative zu hydraulischen Fällhilfen, günstiger und leichter. Das Gewicht beträgt je nach Ausführung etwa zwischen 3,5 und 5,6 Kilo. Die Hubkräfte liegen zwischen 15 und 25 Tonnen. Die maximale Hubhöhe beträgt acht Zentimeter.

Auch hierbei ist eine spezielle Schnittführung notwendig, um mit der Sägenkette mit Rückschlag und durch Metallsplitter die Werkzeuge nicht zu beschädigen und den Sägenführer nicht zu verletzen. Eine sichere Ausführung ist die Sicherheitsfälltechnik mit Stützband.

Innovation TR 300

Der fernbedienbare Fällkeil TR 300 ist die nächste Entwicklung im Bereich der Fällhilfen. Basierend auf dem Vorgängermodell wurde zusätzlich eine sichere Fernbedienung, eine Drehmomentstütze und Sensoren integriert, die automatisch die vordere und hintere Endlage des Fällkeils erkennen. Mit dem Tragegurt lässt sich der fernbedienbare Fällkeil bequem über der Schulter tragen. Der hintere Griff ermöglicht ein genaues Ansetzen des Fällkeils in den Fällschnitt. Der große Vorteil diese Fällkeils ist, dass jegliche Bäume aus sicherer Entfernung gefällt werden können. Der Landwirt kann sich nach dem Sägen des Fällschnitts und dem Ansetzen des fernbedienbaren Fällkeils direkt in die Rückweiche begeben und aus sicherer Entfernung die Fällung starten. Gerade bei Fällungen mit hohem Risiko liefert der fernbedienbare Fällkeil bisher ungeahnte Sicherheitsvorteile, von der besseren Ergonomie ganz zu Schweigen. Denn mit dem fernbedienbaren Fällkeil kostet der Fällvorgang an sich den Forstarbeiter keine Anstrengung mehr. Durch die verminderte Anstrengung beim Fällen, wird er weniger erschöpft sein. Und weniger körperliche Erschöpfung hilft bei einem langen und harten Arbeitstag weniger Fehler zu machen.

Technische Daten Fällkeil TR 300

max. Druckkraft: 25 to
Gewicht ohne Akku: 9,2 Kg

Systemgewicht: 10,2 Kg (fernbedienbarer Fällkeil TR300, 1xAkku 5.0)
Länge: 800mm, Breite: 130mm, Höhe: 150 mm
Hubhöhe: 60 mm

Preis: 2.599,00 € – 3.199,00 € inkl. Mwst.

Video des Herstellers Forstreich. 

Fernsteuerung
Die Fernsteuerung erlaubt es dem Forstarbeiter aus der sicheren Rückweiche heraus den Baum zu fällen.

Sicherheit, die kostet

Die Tatsache, das mit dem TR 300 dem Forstwirt ermöglicht wird, sicher aus der Rückweiche den Baum zu Fall zu bringen, ist tatsächlich ein Meilenstein in der Arbeitssicherheit. Die Kosten des TR 300 liegen laut Hersteller zwischen 2.600 und 3.200 Euro, die wohl manchen von einer Anschaffung zurückschrecken lässt. Und nicht jeder Baum ist ein Problembaum, die Anwendung des TR 300 ist trotz der überzeugenden Technik eher etwas für Spezialeinsätze. Für forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse macht aber die Anschaffung bestimmt Sinn. Wichtig ist dann aber auch, dass es Mitglieder gibt die Weiterbildungsmaßnahmen besuchen um die Fällhilfe optimal einsetzen zu können.