Qualitätssicherung beim Forstpflanzenkauf

Für eine erfolgreiche Aufforstung braucht es auch das optimale Pflanzenmaterial. Lesen Sie hier wie Sie die Qualität von Forstpflanzen bestimmen.

Mit der Pflanzenübernahme bei der Anlieferung geht das Risiko an den Waldbesitzer als Abnehmer. Bei großen Stückzahlen kann ein Übernahmeprotokoll hilfreich sein. Im Lieferschein sollten unbedingt Angaben darüber zu finden sein über die Herkunft, das Alter, die Größe und die Qualität der Pflanzen. Dazu ist es sinnvoll, einzelne Pflanzen und Pflanzenbündel stichprobenartig zu kontrollieren. Bei der Anlieferung von herkunftsgesicherten Pflanzen soll noch die Ziehung der Rückstellprobe erfolgen (Knospenprobe). Werden die Pflanzen weitertransportiert, ist für einen wind- und sonnengeschützten Transport zu sorgen (z. B. Pflanzentransportsäcke, Anhänger mit dichter und geschlossener Plane).

Anbei die wichtigsten Kriterien, mit denen sie die Qualität von Forstpflanzen bestimmen können:

Größe: So klein als möglich, so groß wie nötig. Großpflanzen sollten Sie nur in Ausnahmefällen einsetzen. Die ideale Größe liegt zwischen 30 – 50 cm.

Alter: Je jünger eine Pflanze ist, desto mehr ist sie in der Lage sich an den neuen Standort anzupassen. Daher sollten Forstpflanzen 1 – 2 Jahre alt sein, Nadelhölzer können bis zu 4 Jahre alt sein.

Spross: Das Verhältnis von Wurzeln zu Spross sollte mindestens 1:2 (Nadelholz) betragen, idealerweise 1 : 4. Der Spross sollte gut verholzt sein, keinen Pilzbefall zeigen, sowie frei von Beschädigungen durch Ausheben oder Transport sein.

Verzweigung: Zwiesel sind unzulässig.

Wurzeleigenschaften: Die Forstpflanze muss über eine gute Wurzellänge (zwischen 18 bis 25 cm) verfügen, einen hohen Feinwurzelanteil besitzen, und darf nicht deformiert sein. Infos zum Wurzelschnitt finden Sie hier.

Das optimale Verhältnis zwischen und Wurzel ist wichtige Voraussetzung für eine gute Entwicklung. Grafik: LWF Bayern.