Forstarbeiten im Februar

Der Abschluss der Holzernte sowie der Holzverkauf stehen im Februar im Vordergrund. Foto: @femalelumberjack.

Der Februar steht ganz im Zeichen der Kontrolle des Waldbestandes und der Forstausrüstung, außerdem wird der Holzhandel eingeleitet bzw. zum Teil auch schon abgeschlossen. Der Holzeinschlag sollte bereits zum Großteil beendet sein und nur noch einige, wenige Fällungen durchgeführt werden. Vor allem im Laubholz sollte mit den steigenden Temperaturen die Holzernte beendet werden. Nach dem Abschluss der Rückearbeiten sollen Forststraßen und auch die Rückegassen kontrolliert werden und eventuell notwendige Instandhaltungen vermerkt und aufgezeichnet werden. Auch die Forstmaschinen wie Forsttraktor, Seilwinde und Krananhänger werden nach der Holzernte nochmals gereinigt und gründlich gewartet, ebenso wie das Werkzeug und die persönliche Schutzausrüstung. Diese ist ebenfalls darauf zu prüfen, ob die Einzelteile (Schnittschutzhose, Schuhe, Jacke, Forsthelm) im nächsten Winter wieder gebraucht werden können oder ob eine Neuanschaffung notwendig ist. Im Wald sind eventuelle Schäden durch die Holzernte zu begutachten, bei wertvollen Laubhölzern mit einem Durchmesser über 25 cm sollen Rückeschäden behandelt werden. Die Kulturen sind vor allem auf Schäden durch das Wild zu überprüfen und entsprechend zu bewerten, ob eine Nachbesserung durchgeführt werden muss. Dabei soll auch entschieden werden, wo im Bestand es notwendig ist die Verjüngung einzuleiten bzw. diese zu unterstützen. Findet man in den Kulturen Einzelpflanzen, die durch den Frost aus dem Boden angehoben wurden, so sind diese bei Tauwetter durch vorsichtiges Antreten wieder ins Erdreich zu bringen.  Die Verjüngung auf Kahlflächen sollte nochmals im späten April überprüft werden ob möglicherweise junge Bäume dem Spätfrost zum Opfer gefallen sind. Die Holzlager sollten – sofern das Holz noch nicht abtransportiert wurde – auf ihre Betriebssicherheit überprüft werden. Auch dem Forstschutz soll schon im Februar Aufmerksamkeit geschenkt werden, das gilt vor allem für den Schlagabraum, also Kronen und starke Äste die Brutsubstrat für den Kupferstecher darstellen. Können diese Überreste nicht rechtzeitig verarbeitet werden, so müssen sie zumindest weit genug von gefährdeten Beständen (mindestens 200 m) entfernt gelagert werden.