Windwurfflächen: Profis gefragt

Windwurf

Die Aufarbeitung von Windwurfflächen ist eine der gefährlichen Waldarbeiten überhaupt und daher Einsatzgebiet für Forstmaschinen und professionelle Forstarbeiter.

Nach dem Orkan Sabine stellt sich für viele Waldbesitzer die Frage wie sie die Schäden in ihrem Wald aufarbeiten sollen. Die Arbeit auf Windwurfflächen ist eine besondere Herausforderung, die zunächst mal eine gezielte Planung benötigt. Der wichtigste Grundsatz für den Waldbesitzer nach einem Sturmereignis bedeutet daher, Ruhe zu bewahren. Hektik oder Panik sind genauso falsch wie ein übereiltes Aufarbeiten der Sturmschäden in Eigenregie. Daraus ergibt sich der folgende Grundsatz:

Sturmflächen dürfen von bäuerlichen Waldbesitzern und anderen Kleinwaldbesitzern niemals selbst aufgearbeitet werden!

Harvester
Den Hauptteil der Arbeit sollen Forstmaschinen erledigen.

Die Aufarbeitung des Schadens ist mit viel Organisation verbunden, weshalb es ratsam ist, sich schon vorab für den Fall der Fälle vorzubereiten und ein kurzes und knappes Konzept vorzubereiten. Die wichtigsten Schritte sind dabei:

  • Besichtigung der Fläche (soweit möglich) und Einschätzung des Schadensumfangs
  • Akquirierung eines geeigneten forstlichen Unternehmers
  • Kontaktaufnahme mit benachbarten Waldbesitzern, evtl. Bildung einer Solidargemeinschaft
  • Kontakt mit Behörden und Holzabnehmern
  • Planung der Aufarbeitung
  • Organisation der Holzabfuhr bzw. der Zwischenlagerung
  • Durchführung der Aufarbeitung
  • Kontrolle der Fläche
  • Vorbereitung des Forstschutzes

Wie gefährlich die Arbeit auf Windwurfflächen ist, und warum nur geübte und gut ausgebildete Fachkräfte die Aufarbeitung durchführen sollen zeigt ausführlich eine Broschüre (Infoblatt_Windwurf_Handlungshilfe) der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLG).

Windwurf
Verkeilte Kronen sind eine der größten Gefahren auf Windwurfflächen.