Forstarbeiten im Jänner

Im Januar läuft der Holzeinschlag auf vollen Touren. Neben dem Einschlag sind aber auch noch ein paar andere Dinge zu erledigen. Foto: @femalelumberjack.

Angesichts der großen Mengen an Schadholz bei Fichte und Kiefer sollten aber nur Holz eingeschlagen werden, das bei der Aufarbeitung von Schadflächen anfällt. Ansonsten sollte sich der Waldbesitzer aufgrund der aktuellen Lage am Holzmarkt beim Nadelholz mit der Ernte zurückhalten, da kaum lukrative Preise zu erzielen sind. Ganz anders sieht die Sache beim Laubholz aus, die Nachfrage ist rege und der Winter ist aufgrund der Saftruhe ohnehin die Einschlagsperiode für das Laubholz. Besteht kein absoluter Termindruck, so sollte mit der Rückung auf längere Frostperioden gewartet werden, um die Bodenbelastung der Rückegassen zu minimieren. Wird bei Frost gerückt, so müssen Traktor und Krananhänger erst warmgelaufen werden, um die Motoren und die Hydraulik zu schonen. Steigen die Temperaturen und taut es liegt der Schwerpunkt der Holzernte bei Fällung, Entastung und Sortierung. Bei starkem Schneefall sind bei der Fällung die Kronenäste besonders zu beachten, einerseits drohen Schneelawinen beim Schneiden und Keilen, außerdem können schwächere Kronenäste durch die hohe Last brechen.  Auch dem Forstschutz soll etwas Aufmerksamkeit gegeben werden: findet man in den Wintermonaten Bohrlöcher bei Fichten und fällt diese rechtzeitig, vernichtet man die neueste Borkenkäfergeneration. Die Forstschutzmaßnahmen in Kulturen sollen ebenfalls überprüft werden bzw. sollen ungeschützte Kulturen auf mögliche Wildschäden kontrolliert werden. Sind Aufforstungen geplant, so soll bereits jetzt um allfällige Förderungen angesucht werden und die Bestellung unverzüglich bei der Baumschule eingehen. Aufgrund der zunehmenden Trockenheit im Frühjahr ist aber mittlerweile von der Frühjahrspflanzung abzuraten.

Die produktivste Holzerntemethode muss nicht unbedingt die beste sein, deshalb gilt es alle Möglichkeiten zu kennen und miteinander zu vergleichen um die geeignetste Methode für den jeweiligen Einsatz wählen zu können. Foto: Steyr