Bericht zur Lage der Natur: Licht und Schatten im Wald

Im aktuellen Bericht zur Lage der Natur zeigen die Ergebnisse bei den Wäldern ein zwiespältiges Bild. Die Anstrengungen für einen klimafitten Wald müssen forciert werden.

Alle sechs Jahre nehmen Bund und Länder eine Bewertung des Zustands der Natur in Deutschland vor. Dazu werden umfassende Berichte erstellt, die durch die Bundesregierung an die EU-Kommission zur Erfüllung der europäischen Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie und der EU-Vogelschutz-Richtlinie übermittelt werden. Grundlage für die Analyse ist ein Datenschatz, den ehrenamtliche Naturschützerinnen und Naturschützer und Behörden bundesweit zusammengetragen: In rund 14.000 Stichproben haben sie im Zeitraum von 2013 bis 2018 den Zustand von Tieren, Pflanzen und Lebensräumen erfasst, die über die europäischen FFH- und Vogelschutzrichtlinien geschützt sind.

Ein zwiespältiges Bild zeigen die Ergebnisse bei den Waldern: Die meisten Buchenwaldlebensräume sowie die Schlucht- und Hangmischwälder sind in Deutschland in einem günstigen Zustand. Kritisch sieht es hingegen in der atlantischen und kontinentalen Region bei den Eichenwäldern, den Moorwäldern, den Auwäldern sowie bestimmten, kleinflächig-vorkommenden Kiefernwaldtypen aus.

Die Buchenwälder befinden sich in einem gutem Erhaltungszustand.

Laut dem Bericht ist es notwendig, die Anstrengungen zum ökologischen Waldumbau, auch vor dem Hintergrund des Klimawandels, erheblich zu intensivieren. Die Waldwirtschaft sollte stärker an ökosystemaren Gesichtspunkten ausgerichtet werden, z.B. indem der Wasserhaushalt und Wasserrückhalt verbessert wird, Waldböden besser geschützt werden, Wälder und Bäume älter werden können und Totholzanteile erhöht werden. Dabei sollte auf die Standortsvariabilität der heimischen Baumartengesetzt werden. Um die Auswirkungen des Klimawandels zu minimieren, muss es Ziel der Waldbewirtschaftung sein, die Anpassungsfähigkeit und Resilienz der Wälder zu verbessern.

Den gesamten Bericht finden Sie hier.

Auwälder sind Ökosysteme mit sehr hoher Biodiversität, ihr Anteil ist aber in den letzten Jahrzehnten bedenklich geschrumpft.