Trendumkehr am Holzmarkt?

Die Nachfrage nach Bauholz boomt. Auch wenn die Preise wieder ansteigen, der Aufschwung am Holzmarkt kommt noch nicht zur Gänze bei den Waldbesitzern an.Die boomenden Holzmärkte führen zu Nadelsägerundholzpreisen, die mittlerweile wieder an das Niveau vor dem käferbedingten Überangebot anschließen. Aufgrund der von tiefem Niveau ausgehenden, nur zögerlichen Preissteigerungen seit dem Herbst 2020 blieben die Holzernteaktivitäten im Winter unter den Erwartungen der Sägeindustrie. Bereitgestelltes Holz wird rasch abtransportiert.

Das Leitsortiment Fichte A/C, 2b liegt wieder bei etwa 90 Euro je Festmeter (FMO). Allerdings ist die Holzindustrie in Schadregionen derzeit noch nicht bereit auf dieses Preisniveau aufzuschließen – trotz anhaltend großer Nachfrage. Auch schlechtere Qualitäten folgen dem Aufwärtstrend, der Abstand zum Leitsortiment ist jedoch nach wie vor unüblich groß. Individuell werden für späte Nutzungen Prämien gewährt. Verträge werden aktuell eher mit kurzer Laufzeit abgeschlossen, und vermehrt wird auch wieder auf eine Preisdifferenzierung zwischen A/B- und C-Qualität zurückgegriffen. Leider muss Waldbesitzern dazu geraten werden die Qualitätsbeurteilung am Sägewerk penibel zu kontrollieren.

Einmal mehr stellt sich die Frage ob es eine echte Partnerschaft zwischen Sägeindustrie und Forst gibt, oder ob diese einseitig nur dann beschworen wird wenn es an Rohstoff mangelt.

Einmal mehr zeigt sich wie schwierig die Beziehung zwischen Forst und Sägeindustrie ist.

Weiterführende Links:

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Lagerung