Kennen Sie das Forstgesetz?

Wissen Sie was man unter Waldverwüstung versteht? Ist Radfahren im Wald wirklich verboten? Und was bedeutet Hiebsunreife? Die Antworten finden Sie in den Forstgesetzen.

Die mitteleuropäische Forstwirtschaft ist stolz auf ihre Nachhaltigkeit. Doch damit diese überhaupt erfolgreich umgesetzt werden konnte hat es einer Reihe von Spielregeln in Form von Erlässen und Gesetzen benötigt. Das Kaiserreich Österreich sowie die deutschen Kleinstaaten waren damit im 18. Jahrhundert weit ihrer Zeit voraus: während es in manchen Teilen der Welt noch nicht mal die Besitzverhältnisse geklärt waren, gab es in den mitteleuropäischen Wäldern schon strenge Vorschriften wie diese zu behandeln sein.

Kahlschlag
Mit den ersten Forstgesetzen sollte die “wilde Holzhauereri” die Raubbau an der Natur bedeutete, beendet werden.

Notwendig wurde das durch die bittere Erfahrung der Holznot: Nicht nur das es Anfang des 17. Jahrhunderts kaum noch Wälder und damit auch nicht mehr den immens wichtigen Rohstoff Holz gab, auch erkannte man schon damals die wichtigen Schutzfunktionen die der Wald lieferte. Daher wurden Gesetze erlassen, die den Wald vor Raubbau schützen und eine maßvolle, nachhaltige Bewirtschaftung garantieren sollten.

Aktuell ist das in Österreich das Forstgesetz von 2002, in Deutschland das Bundeswaldgesetz sowie die jeweiligen Landesgesetze der deutschen Bundesländer.

Bach
Der Wald in Mitteleuropa erfüllt viele Wohlfahrtsfunktionen wie Gewässerschutz und Erholung.