Holzmarkt: Fichte verdrängt Kiefer und Pappel

Rundholz

Saisonbedingt steigt die Nachfrage nach frischem Fichtenrundholz an. Dafür sind Pappel und Weißkiefer praktisch nicht mehr absetzbar.

Die Nachfrage nach Frischholz hat sich dadurch in den letzten Wochen spürbar verstärkt, die Rundholzpreise tendieren zum Teil deutlich nach oben. Das Leitsortiment Fichte B, 2b weist aber noch immer eine enorm große Spreizung von 60 bis 83 Euro/FMO auf. Das untere Preisband bezieht sich primär auf die Borkenkäfer-Schadgebiete und motiviert keinesfalls zu weiteren Sanitärhieben. Einschlagsbedingt hat sich der Markt für Nadelsägerundholz in den letzten Wochen entspannt. Aufgrund der schlechten Bedingungen für Holzernte und -abfuhr in den südlichen Schadgebieten und dem allgemein niedrigen Preisniveau wurde der Normaleinschlag genauso reduziert wie die Geschwindigkeit bei der Schadholzaufarbeitung. Auch die Schneebruchmengen von Mitte November werden aufgrund großer Schäden an der forstlichen Infrastruktur erst im Laufe des nächsten Jahres auf den Markt kommen. Dementsprechend leeren sich sowohl industrie- als auch waldseitig die Nass- und Trockenlager zunehmend rasch, teilweise sind die Sägestandorte mittlerweile nur mehr unterdurchschnittlich bevorratet.

Der Markt für Weißkiefer ist aufgrund des massiven Überangebots an Fichte nicht mehr existent. Die Lärche wird zu ansprechenden Preisen stark nachgefragt. Am Laubsägerundholzmarkt wird die Eiche nach wie vor rege nachgefragt, wobei die schlechteren Qualitäten nicht mehr die Preise wie bisher erzielen können. Die Nachfrage nach Buche kann als normal bezeichnet werden, das Preisniveau ist unterdurchschnittlich. Pappelholz wird größtenteils durch günstiges Fichtenschadholz ersetzt.

Holzlager
Die enormen Mengen an billigem Fichtenschadholz beeinflußt den Absatz anderer Holzarten wie etwa Kiefer und Pappel.