Forstarbeiten im Dezember

Im Dezember steht die Holzernte im Mittelpunkt, aber auch der Forstschutz darf nicht vernachlässigt werden. Foto:@femalelumberjack. Im Zuge der Holzernte sollen Fichtenbestände auf den Befall von Borkenkäfern überprüft werden. In der Nähe von Käfernestern ist die Wahrscheinlichkeit am größten potentielle Käferbäume zu entdecken, die vor allem durch die Einbohrlöcher, Harz am Stamm und Spechtabschläge zu identifizieren sind. Während die Altkäfer im Boden überwintern, verbringt die jüngste Borkenkäfergeneration in der Rinde die Wintermonate um dann ab April als fertig entwickelte Käfer auszuschwärmen. Findet man im Winter rechtzeitig befallen Fichten kann man zumindest die jüngste Generation eliminieren bevor sie Schäden anrichtet. Während strengem Frost sind die Arbeiten auf die Holzrückung zu konzentrieren, da jetzt der Boden besonders tragfähig ist. Das gilt auch für Rückewege entlang von nassen Standorten. Aber auch bei Frost darf der Wald nicht flächig befahren werden, da trotzdem die Gefahr von Bodenverdichtungen droht. Die Arbeitsplanung der Holzernte soll so gestaltet sein, dass die Arbeit abwechslungsreich und nicht monoton gestaltet ist. Je gleichförmiger die Arbeit abläuft, desto stärker nimmt die Konzentration ab und die Unfallgefahr steigt an. Der ideale Arbeitsablauf ist daher Fällen, Entasten, Ablängen und Vorrücken. Um die Unfallgefahr möglichst gering zu halten gilt es 10 Gebote einzuhalten.

Wald
Jeden Baum gilt es von komplett und aufmerksam anzusprechen: Mangelnde Konzentration ist die größte Quelle für Unfälle.