Neues Merkblatt zur Borkenkäferbekämpfung

Der Kampf gegen Borkenkäfer wird dieses Jahr für Waldbesitzer mit Fichtenbeständen die zentrale Aufgabe sein. Mit etwa Ende März muss mit dem Ausflug der Borkenkäfer gerechnet werden, ab einer Lufttemperatur von 16 Grad schwärmen die Borkenkäfer aus auf der Suche nach geschwächten Fichten. Deshalb sollte auch der Einschlag bei der Fichte zurückgehalten werden, da damit gerechnet werden muss das auch dieses Jahr wieder viel Schadholz durch die Borkenkäfer auf den Holzmarkt drängt.

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Das große Problem bei Borkenkäfern ist ihr Potential zur Massenvermehrung.

Borkenkäfer erfolgreich bekämpfen mit neuem Info-Blatt

Die Landesbetriebe Wald und Holz Nordrhein-Westfalen haben ein neues Infoblatt zur Winterbekämpfung der Borkenkäfer herausgebracht. Auch wenn die Schadinsekten ab etwa Ende Oktober bis Anfang April nicht aktiv sind, so kann doch ein Teil der Population auch in den Wintermonaten – und der Hauptschlägerungssaison im bäuerlichen Wald – bekämpft werden, und zwar die jüngste Generation, die in den Fichten überwintert. Bereits erwachsene Borkenkäfer überwintern im Waldboden und sind dank eines köpereigenen Frostschutzmittels sehr frosthart. Nichtsdestotrotz kann man als Waldbesitzer wesentlich zur Erleichterung der Borkenkäfersituation beitragen indem man schon vorab im Winter befallene Fichten schlägert und somit die jüngste Generation vor dem Ausschlüpfen beseitigt. Bedenkt man, das bis zu 25.000 Käfer in einer Fichte sich aufhalten kann, dann wird klar wie bedeutend auch die Winterbekämpfung ist. Das Infoblatt über die Bekämpfung der Borkenkäfer ist hier erhältlich.

Anders als oft fälschlich angenommen dienen Pheromonfallen nicht der Bekämpfung der Borkenkäfer sondern sind lediglich ein Instrument um die Bestandesentwicklung beobachten zu können.