Rundholzmarkt weiter unter Druck

Sägewerk

Das Angebot an Nadelsägerundholz liegt auf anhaltend hohem Niveau, obwohl der Schwerpunkt der Holzernteaktivitäten bei der Aufarbeitung von Kalamitätshölzern liegt. Fehlende Transportkapazitäten führen nach einer leichten Entspannung im Mai wieder zum Aufbau von Waldlagern, insgesamt verläuft die Holzabfuhr nur sehr schleppend.

Die Preise bleiben österreichweit unter Druck und liegen für das Leitsortiment Fichte B, 2b zwischen 65 und 85 Euro je Festmeter. Die Bandbreite hat sich damit weiter erhöht. Die Preise für CX-Ware beziehungsweise Braunbloch betragen zwischen 40 und 52 Euro, in den Borkenkäfer-Hauptschadensgebieten liegen sie auch deutlich darunter. Teilweise werden verfügbare Mengen durch die Abnehmer gar nicht mehr beboten. Die Standorte der Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie bleiben bis auf Weiteres sehr gut mit Industrieholz versorgt. Der deutlich über den Vorjahren liegende Anfall an Sägenebenprodukten sowie die laufende Schadholzaufarbeitung – vor allem auch der Schneebruchschäden – sorgen für höchste Lagerstände. Auch hier führen strenge Zufuhrkontingente zu wieder ansteigenden Rundholzlagern im Wald. Die Preise sind auf unattraktiv niedrigem Niveau stabil.