Österreich: Holzmarkt weiterhin angespannt

Auch wenn witterungsbedingt die Holzernte im Gebirge derzeit noch stark eingeschränkt wird, ist der Anlieferungsdruck von Nadelsägerundholz zu den Sägewerken aus dem In- und Ausland anhaltend hoch. Die Aufarbeitung von Schadholz in Südtirol ist voll angelaufen, das Rundholz in den Borkenkäfergebieten kann etwas zügiger abtransportiert werden. Die Sägewerke sind daher auch weiterhin ausgesprochen gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. Über den Winter ist keine nennenswerte Entspannung eingetreten. Dementsprechend verhalten ist am Holzmarkt derzeit auch die Nachfrage. Der Preis für das Leitsortiment Fichte B, 2b liegt zwischen 80 und 90 Euro je Festmeter (FMO), in den Kalamitätsgebieten sind die Erlöse um bis zu 10 Euro niedriger. C-Kreuz-Qualitäten sind mitunter nur zum Faserholzpreis absetzbar. Durch das kalamitätsbedingte Überangebot an Fichte bleibt die Vermarktung von Kiefer weiterhin schwierig. Lärche hingegen hält ihr hohes Preisniveau bei sehr reger Nachfrage, teilt die LK Österreich in ihrem aktuellem Bericht über den Holzmarktmit.

Angespannter Holzmarkt: Einschlag zurückfahren

Angesichts der schwierigen Situation am Holzmarkt, was zumindest Fichtenrundholz angeht, scheint es ratsam zu sein den Einschlag dieses Jahr möglichst zurückzufahren bzw. den Einschlag auf andere Baumarten zu konzentrieren. Denn ist der Holzmarkt auch angespannt bei der Fichte werden mit Ausnahme der Esche die meisten Laubhölzer sowie die Lärche sehr gut von der Industrie nachgefragt. Mit einer Entspannung des Holzmarktes bei der Fichte ist aber frühestens im Herbst nächsten Jahres zu rechnen.