Ö: Unterstützung für existenzbedrohte Waldbauern

Um die vom Borkenkäfern und anderen Kalamitäten geschädigten Waldbesitzer zu unterstützen wurde ein Sofortmaßnahme beschlossen. Damit alle wichtigen Funktionen der österreichischen Wälder – so auch das volle Klimaschutz- und Erholungspotenzial – wiederherzustellen, hat das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer (LK) Österreich eine entscheidende Sofortmaßnahme erarbeitet. Diese trägt den Titel “Wiederaufbau und Pflege des forstwirtschaftlichen Potenzials” und soll durch die Klimaverschlechterung in Existenznot geratene Waldbäuerinnen und Waldbauern mit einer gezielten Unterstützung dazu motivieren, dringend notwendige Arbeiten zur Aufforstung und weiteren Pflege dieser Flächen durchzuführen. Das gaben Maria Patek, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, sowie Josef Moosbrugger, Präsident der LK Österreich, bekannt und kündigten weitere Schritte an, die dieser Sofortmaßnahme folgen sollen.

20 Millionen Mindestvolumen an Förderungen

Das neue und zusätzliche Element des “Wiederaufbaus und der Pflege des forstwirtschaftlichen Potenzials” ist, dass nach borkenkäferbedingten Zwangsnutzungen die Pflege der neu aufgeforsteten Wälder mit einem Euro je gepflanztem Baum (brutto) unterstützt werden soll. Gelten soll die Maßnahme auch rückwirkend für Aufforstungen in den Jahren 2018 und 2019, wobei Ergänzungsanträge zu stellen sind. Die Maßnahme soll ab Oktober 2019 wirksam werden.

Welche Gesamtsumme in diese Maßnahme fließt, wird davon abhängen, in welchem Umfang diese von den heimischen Waldbäuerinnen und Waldbauern in Anspruch genommen wird. Aktuelle Schätzungen liegen bei bis zu 20 Mio. Euro, wobei derzeit noch nicht absehbar ist, wie sich die Borkenkäfersituation in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird.

Forst
Die Föderungen sollen dazu dienen produktive und stabile Wälder aufzubauen.