Mecklenburg-Vorpommern: Größter Waldbrand in der Geschichte

Waldbrand

Betroffen sind 430 Hektar auf einem früheren Truppenübungsplatz 50 Kilometer südwestlich von Schwerin. Waldbrände dieser Größe sind für mitteleuropäische Verhältnisse ungewöhnlich, die durchschnittliche Brandfläche liegt bei etwas unter einem ha. Was die Löscharbeiten maßgeblich erschwert ist die hohe Munitionsbelastung des ehemaligen Truppenübungsplatzes.

Die Einsatzkräfte dürfen sich aus Sicherheitsgründen dem Brandgebiet nur bis auf 1000 Meter nähern. Mit Hilfe von Löschpanzern und Löschhelikoptern werde versucht, das vom Wind immer wieder angefachte Feuer einzudämmen. Die Flammen hätten sich vor allem am Boden ausgebreitet, vereinzelt aber auch schon Baumkronen erreicht.

Waldbrände beginnen fast immer als Bodenfeuer, ist ausreichend brennbares Material vorhanden wie Gräser und dürre Äste bekommt das Feuer ausreichend Energie um auch in die Baumkronen aufzusteigen und zum Vollfeuer zu werden. Vollfeuer bewegen sich rascher fort und entwickeln eine Eigendynamik, welche die Löscharbeiten zusätzlich erschweren.

Die Rauchschwaden zogen bis nach Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Selbst bei den Feuerwehren in Leipzig und Dresden gingen am Morgen zahlreiche Anrufe von besorgten Bürgern ein. Mittlerweile wurden drei Ortschaften, die unmittelbar an den Brandherd grenzen, vorsorglich evakuiert. Betroffen seien insgesamt 650 Menschen.

Feuerwehrhubschrauber
Der Einsatz von Luftfahrzeugen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Waldbrandbekämpfung.