Hopfenbuche ist der Baum des Jahres 2019

Die Hopfenbuche wurde vom Umweltschutzverein Kuratorium Wald und dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) ausgewählt. Der wärmeliebende Baum mit den hopfenartigen Früchten kann in Österreich schon fast als Exot bezeichnet werden. Er lässt sich nämlich nur in den Südalpen, genauer in den wärmegetönten Gebieten Kärntens und der Südsteiermark finden, wo er auch seine nördliche Verbreitungsgrenze hat. Das zentrale Verbreitungsgebiet des Ostrya carpinifolia, so der lateinische Name der Hopfenbuche, befindet sich in weiten Teilen des Mittelmeergebiets und zieht sich bis in den Libanon.

Die Hopfenbuche ist ein typischer Vertreter der submediterranen Laubmisch-, Karst und Buschwälder. Er ist kein bestandsbildender Baum, sondern kommt immer in Kombination mit anderen Baumarten vor. In Österreich sind das die Hopfenbuchen-Buchenwälder und die Hopfenbuchen-Mannaeschenwälder. Beide Waldtypen sind jedoch nur sehr kleinräumig auf exponierten, von Felsen durchsetzen Standorten der Südalpen zu finden – diese Standorte sind besonders wämebegünstigt. Durch diese natürlicherweise unzugänglichen Standorte, ist die Hopfenbuche in Österreich wenig gefährdet. Ihr Lebensraum beherbergt sogar viele seltene Tier- und Pflanzenarten, wie die Sandviper und Smaragdeidechse.

Das Wort Buche im Namen des laubwerfenden Baumes, ist irreführend. Auch wenn die doppelt gesägten Blätter des Baumes stark an die der Blätter der Hainbuche oder ferner der Buche erinnern, ist der Baum jedoch ein Birkengewächs (selbiges gilt im Übrigen auch für die Hainbuche). Diese Zugehörigkeit lässt sich aber leicht am Blütenstand erkennen. Der männliche Blütenstand ist nämlich, wie auch bei der Birke, Hasel oder Hainbuche, ein herabhängendes Kätzchen – ein typisches Merkmal für Birkengewächse.

Blätter und Früchte der Hopfenbuche.