Holzmarkt weiter unter Druck

Das neue Jahr beginnt wie das alte geendet hat: die Rundholzmärkte, insbesondere beim Nadelholz bleiben weiter stark angespannt. Das jüngste Sturmereignis Eberhard verursachte über 4 Mio. fm Schadholz, wobei der größte Teil in Deutschland und Tschechien anfällt. Damit lässt sich in diesem Jahr für Waldbesitzer keine seriöse Einschlagsplanung beim Nadelholz mehr gestalten: aufgrund des derart hohen Anfalls an Schadholz – und mit dem Beginn der Borkenkäfersaison ist noch mit weiteren Schadholzmengen zu rechnen – muss sich der Einschlag auf Kalamitätsflächen konzentrieren. Jeder weitere Einschlag an Nadelholz ist eine Vergeudung des Waldprodukts Holzes, da wenigstens bis Ende des Jahres mit extrem niederen Holzpreisen gerechnet werden muss. Das gilt auch für Regionen, die bisher noch von Sturm und Windwurf verschont geblieben sind: durch die gesunkenen Holzpreise lohnt es sich für Holzverarbeiter auch Holz aus weiter entfernten Regionen aufzukaufen. So beeinflussten im letzten Jahr die Schadholzmengen in Slowenien die Holzpreise in Südösterreich.