Brandenburg streicht Forstpersonal und Unterstützung der Privatwaldbesitzer

In den schwierigen Zeiten von Klimawandel, Waldumbau und angespannten Holzmärkten werden die Waldbesitzer in Brandenburg alleine gelassen:  Das Land Brandenburg will seinen ohnehin schon dezimierten Personalstand im Forstwesen weiterhin reduzieren, weshalb es unter anderem auch in Zukunft keine Unterstützung bei der Waldbewirtschaftung für Wälder über 10 ha mehr geben wird. Scheinbar dürfte den verantwortlichen Politikern nicht bewusst sein, welche entscheidende Rolle der Wald im Kampf gegen den Klimawandel spielt sowie die Notwendigkeit einer aktiven Bewirtschaftung des Waldes. Bei Besitzgrößen unter 200 ha kann niemand erwarten, dass die Waldbesitzer ihre Bewirtschaftung ohne professionelle Hilfe durchführen, insbesondere was Beratungen in den Bereichen Waldbau und Forsttechnik angeht. Das betrifft 59 % des Privatwalds und 98 % des Körperschaftswalds. Bisher bestand die Wahl zwischen staatlicher und privater Dienstleistung. Die Bestrebung, sich aus diesem Bereich zurückzuziehen, wurde mit der Absage der im letzten Jahr geplanten Forstreform zunächst aufgegeben. Offensichtlich soll diese Reform nun in Teilen doch umgesetzt werden – am Parlament vorbei. Es gibt auch keinen nachvollziehbaren Grund für diese Entscheidung. Die seinerzeitige Begründung, dass der Verzicht auf Dienstleistungen eine Forderung des Kartellamts sei, greift nicht, da das Verfahren eingestellt wurde.